GALERIEBORSSENANGERBULLMANN&MARN Chemnitz / Hamburg
Stille, Harmonie, meditative Zeitenthobenheit, die Arbeiten haben von Anfang an etwas Sinnendes, Träumendes, In-sich-Versunkenes. Figuren und landschaftliche Andeutungen erscheinen meist nur als Schemen in einem farbig fein nuancierten Traumbild. Ein intimer Dialog mit Vorbildern aus der europäischen Kunstentwicklung ist ihm wichtig und so werden die Anklänge an Geistes- und Formverwandte als Motivzitate, teils collageartig, in das Bild eingefügt. Seine Materialbilder erfassen Strukturen und Substanzen als ästhetisch interpretierte und determinierte Dokumentation von Wahrnehmungen. Die der Farbe beigemengten Materialien führen zu einer haptisch erfahrbaren Reliefstruktur. Die Einbeziehung von Schriftelementen, archaischen Teichen, Zahlen und graffitiartigen Kritzeleien wird zum gestalterischen Prinzip erhoben. Nicht selten erinnern diese Arbeiten mit ihrer Patina und Zeichenwelt an die visuelle Ästhetik lebendiger Oberflächen alter verwitterter und bekritzelter Mauern, die durchaus als Verweise auf soziale und politische Verwerfungen gedeutet werden können. Bildlösungen, die Poesie und Schrecken gleichermaßen verdichten. ![]() Landschaftsstudie mit Figur, 2003 Mischtechnik/Collage auf Bütten, 54x66cm
Vagabundieren im Augenblick, 2005 Collage/Mischtechnik auf Leinwand, 90x90 cm |